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Baden-Württemberg

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Grundschule:

Die Grundschule ist die gemeinsame Grundstufe des Schulwesens. Sie vermittelt Grundkenntnisse und Grundfertigkeiten. Ihr besonderer Auftrag ist gekennzeichnet durch die allmähliche Hinführung der Schüler von den spielerischen Formen zu den schulischen Formen des Lernens und Arbeitens.

Dazu gehören die Entfaltung der verschiedenen Begabungen der Schüler in einem gemeinsamen Bildungsgang, die Einübung von Verhaltensweisen für das Zusammenleben sowie die Förderung der Kräfte des eigenen Gestaltens und des schöpferischen Ausdrucks. Die Grundschule umfasst vier Schuljahre.

In der Grundschule ist Fächerverbindendes Arbeiten durchgängiges Prinzip des Unterrichts. In den Jahrgangsplänen für die Klassenstufe 1/2, Anfangsunterricht, sowie für die Klassenstufen 3 und 4 sind den Fachlehrplänen Fächerverbindende Themen vorangestellt.

Orientierungsstufe:

Die Aufnahme in die Orientierungsstufe (= Klasse 5 und 6) der Realschule und des Gymnasiums erfolgt durch direkte Anmeldung der Erziehungsberechtigten an den jeweiligen Schulen. Beim Übergang in die Orientierungsstufe einer Hauptschule beruht die Anmeldung auf freiwilliger Grundlage.

Der personale Bezug - der die Arbeit in der Grundschule prägt - wird in der Orientierungsstufe weitergeführt. Den Klassenlehrerinnen und -lehrern kommen in der Orientierungsstufe besondere Aufgaben zu:

In der Orientierungsstufe werden Fördermaßnahmen in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie in der Fremdsprache angeboten. Mit dem Förderunterricht sollen insbesondere Laufbahnkorrekturen innerhalb der Orientierungsstufe vorbereitet und/oder abgesichert sowie vorübergehende Lücken einzelner Schülerinnen und Schüler geschlossen werden.

Eine Teilnahme am Förderunterricht kann nur in einem zeitlich begrenzten Umfang erfolgen; die gleichzeitige Teilnahme an drei Fächern ist nicht zulässig - der Förderunterricht darf nicht die Funktion von Nachhilfestunden erhalten.

Am Ende eines Schulhalbjahres der Orientierungsstufe kann eine Bildungsempfehlung ausgesprochen werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn erwartet werden kann, dass eine Schülerin oder ein Schüler den Anforderungen einer anderen Schulart voraussichtlich gerecht werden bzw. den Anforderungen der besuchten Schulart voraussichtlich nicht mehr entsprechen kann (hierbei orientiert sich die Klassenkonferenz an der Multilateralen Versetzungsordnung).

Bei der Erstellung der Bildungsempfehlung durch die Klassenkonferenz nimmt die/der für die Schule zuständige Beratungslehrer/in mit beratender Stimme teil.

Jeweils am Ende der Klasse 5 und Klasse 6 erfolgt eine Versetzungsentscheidung.
Die Wiederholungsmöglichkeit innerhalb der Klassenstufen 5 und 6 richtet sich nach der entsprechenden Versetzungsordnung. Für das Überwechseln in eine andere Schulart (anstatt der Wiederholung) gelten die Bestimmungen der Multilateralen Versetzungsordnung.

Die Entscheidung über einen Wechsel in eine andere Schulart treffen die Erziehungsberechtigten.

Zentrale Aufnahmeprüfung

Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe, die ohne eine entsprechende Schulartempfehlung

  • von der Hauptschule in die Realschule
  • von der Hauptschule in das Gymnasium
  • von der Realschule in das Gymnasium

wechseln wollen, müssen eine Aufnahmeprüfung an einer zentral gelegenen Schule absolvieren.

 

Übergang in die (Klasse 7 der) Hauptschule

 baut auf die vierjährige Grundschule auf

umfasst fünf Schuljahre

schließt mit dem Hauptschulabschluss

bietet ein freiwilliges zehntes Schuljahr mit Erwerb der mittleren Reife

 

Übergang in die (Klasse 7 der) Realschule :

Nach sechs Schuljahren schließen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Klasse 10 mit der Mittleren Reife ab.

Die Realschule vermittelt in sechs Schuljahren eine in sich abgeschlossene, erweiterte allgemeine Bildung und ein vertieftes Grundwissen. Sie schafft die Grundlage für praktisch orientierte Berufe, die auch erhöhte theoretische Anforderungen an die jungen Leute stellen, in denen Aufgaben mit gehobenen Ansprüchen an Selbstständigkeit, Verantwortung und Menschenführung zu bewältigen sind. Zusätzlich bereitet sie die Schülerinnen und Schüler auf zahlreiche schulische Bildungsgänge - vorwiegend im beruflichen Schulwesen - vor.

 

Ab Klasse 7 ist ein Wahlpflichtbereich eingerichtet: Jede Schülerin und jeder Schüler wählt nach Neigung eines der Fächer

  • Technik
  • Mensch und Umwelt 
  • Französisch/Englisch 

In den Klassen 5 bis 10 werden die integrierten Bereiche

  • Themenorientierte Projekte und
  • Informationstechnische Grundbildung

angeboten.

Mittlere Reife

Nach sechs Schuljahren schließen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Klasse 10 mit der Mittleren Reife ab. Mit der erfolgreich absolvierten Prüfung bieten sich verschiedene Möglichkeiten:

  • Besuch einer auf die Realschule aufbauende (berufliche) Schulart zum Erwerb der Fachhochschulreife oder allgemeinen Hochschulreife
  • eine Berufsausbildung in Handwerk, Industrie, Handel oder Verwaltung.

Übergang in die (Klasse 7 des) allgemein bildenden Gymnasiums

Nach neun Schuljahren schließen die Schülerinnen und Schüler am Ende der Klasse 13 mit dem Abitur ab.

Das allgemein bildende Gymnasium vermittelt Schülerinnen und Schülern eine breite und vertiefte Allgemeinbildung, die zur allgemeinen Hochschulreife führt. Damit schafft es zugleich die Voraussetzungen sowohl für eine berufliche Ausbildung als auch für Führungsaufgaben in Berufen, die einen Hochschulabschluss verlangen.

Die Unterrichtsgestaltung am allgemein bildenden Gymnasium hat drei zentrale Ziele:

  • eigenverantwortliches,
  • selbstständiges und
  • zielorientiertes Arbeiten.

Dabei kommt neuen Unterrichtsformen besondere Bedeutung zu:

  • Fächerverbindendes Denken und Arbeiten,
  • Gruppen- und Partnerarbeit,
  • Umgang mit neuen Medien.

Die Profile des allgemein bildenden Gymnasiums:

Naturwissenschaftliches Profil

Die Schülerinnen und Schüler wählen das Profilfach Naturwissenschaft und Technik, NwT, zwei Fremdsprachen sind Pflicht. NwT ist ein interdisziplinäres Fach, es öffnet den Unterricht für technische Fragestellungen und praktische Aufgaben und behandelt Themen, die mehreren Naturwissenschaften und der Technik zuzuordnen sind.
Dazu greift der Unterricht auf die in Biologie, Physik und Chemie gelegten Grundlagen zurück und führt die Betrachtungsweisen dieser Fächer zusammen und erweitert sie zu einer mehrperspektivischen Sicht. Der verstärkte Alltagsbezug sowie die konsequente Anwendung handlungsorientierter Unterrichtsformen und Arbeit in Projekten fördert die Motivation für naturwissenschaftlich-technische Themen und schafft die Voraussetzung für eine berufliche Orientierung hin zum naturwissenschaftlich-technischen Berufsfeld.

Sprachliches Profil

Hier lernen die Schülerinnen und Schüler drei Fremdsprachen. Mit der Wahl von Altgriechisch als dritte Fremdsprache erhalten die jungen Leute eine vertiefte humanistische Grundbildung. Gymnasien mit deutsch-französischen und deutsch-englischen Abteilungen sind auf die Erziehung zur Mehrsprachigkeit spezialisiert.
In Klasse 5 und 6 wird an diesen Schulen die bilinguale Zweitsprache verstärkt unterrichtet
. Ab Klasse 7 erhalten die Schülerinnen und Schüler in mindestens einem der Sachfächer Erdkunde, Geschichte, Gemeinschaftskunde oder Biologie zunehmend fremdsprachlichen Unterricht. An Gymnasien mit deutsch-französischen Abteilungen können die Schüler/innen in Klasse 13 zwei Schulabschlüsse erwerben: die allgemeine Hochschulreife und das Baccalauréat.

 

Musisch-künstlerisches Profil / sportliches Profil

Hier erhalten Schülerinnen und Schüler mit entsprechenden Neigungen ein breiteres Angebot im musischen, künstlerischen oder sportlichen Bereich.

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